In Folge 73 des Auswandern Thailand Podcast sind Stefan Fabbro und Wolfgang Payer ausnahmsweise nicht im Studio, sondern bei einem Außenpodcast mitten in Pattaya unterwegs. Gemeinsam zeigen sie, wie man sich in der Stadt erstaunlich günstig fortbewegen kann. Im Mittelpunkt stehen die roten Sammeltaxis, die auf Thai Songthaew heißen und im deutschsprachigen Sprachgebrauch meist Baht-Taxi oder Baht-Bus genannt werden. Wer das System einmal verstanden hat, fährt damit für wenige Cent quer durch Pattaya.
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Wichtiger Hinweis zum Fahrpreis
Im Podcast ist durchgehend von 10 Baht pro Fahrt die Rede, da dieser Preis zum Zeitpunkt der Aufnahme gültig war. Nach dem Dreh wurden die Fahrpreise jedoch angehoben und liegen mittlerweile bei 15 Baht pro Fahrt bis zum nächsten Umsteigepunkt. An der grundsätzlichen Funktionsweise des Systems ändert sich dadurch nichts. Auch mit dem neuen Preis bleibt das Baht-Taxi die mit Abstand günstigste Art, sich in Pattaya fortzubewegen.
Was ein Songthaew ist und woher der Name kommt
Der thailändische Begriff Songthaew bedeutet so viel wie zwei Reihen, weil die Fahrgäste sich hinten auf zwei gegenüberliegenden Bänken gegenübersitzen. Im deutschsprachigen Alltag hat sich daneben der Ausdruck Baht-Bus durchgesetzt, der auf den ursprünglichen Fahrpreis zurückgeht. Als Wolfgang Payer im Jahr 1986 nach Thailand kam, kostete eine Fahrt fünf Baht. Bis heute ist der Preis nur moderat gestiegen, sodass eine Strecke noch immer für umgerechnet wenige Cent zu haben ist.
So funktioniert das Ein- und Aussteigen
Feste Haltestellen gibt es bei den Baht-Bussen nicht. Wer mitfahren möchte, stellt sich an den Straßenrand und hebt die Hand, woraufhin das nächste freie Songthaew anhält. Auch wenn bereits Fahrgäste an Bord sind, kann man zusteigen, solange noch ein Platz frei ist. Zum Aussteigen drückt man einen Klingelknopf, woraufhin der Fahrer an der nächsten Gelegenheit anhält. Bezahlt wird grundsätzlich auf der linken Seite am Fahrerfenster und niemals auf der rechten Seite, wo der dichte Hauptverkehr verläuft.
Der wichtigste Tipp gegen überhöhte Preise
Stefan und Wolfgang geben einen entscheidenden Hinweis für Neulinge. Wer beim haltenden Baht-Bus zuerst nach dem Preis fragt, gibt sich sofort als unkundiger Tourist zu erkennen. In diesem Fall nennt der Fahrer häufig einen Fantasiepreis und die Reise wird unbemerkt zu einer teuren Privatfahrt. Richtig ist es, einfach hinten einzusteigen, mitzufahren und beim Aussteigen den festen Fahrpreis zu bezahlen. Auf diese Weise zahlt man den regulären Tarif und vermeidet jedes Missverständnis.
Routen und Umsteigepunkte verstehen
Die Baht-Busse fahren auf festen Routen vom Süden in den Norden Pattayas und zurück. An typischen Umsteigepunkten wie dem Delfinkreisel am Terminal 21 endet eine Tour, und die Fahrgäste steigen in das nächste Taxi um. Bis zu jedem Umsteigepunkt gilt der gleiche Fahrpreis, sodass eine längere Strecke etwa bis nach Naklua aus mehreren Teilstrecken besteht. Wer beispielsweise von Jomtien über Pattaya bis nach Naklua fährt, zahlt für jede Teilstrecke gesondert. Das System wirkt anfangs verwirrend, erschließt sich aber nach wenigen Fahrten von selbst.
Einfach ausprobieren und Pattaya erleben
Beide Gastgeber empfehlen ausdrücklich, sich einfach in einen Baht-Bus zu setzen und sich durch die Stadt treiben zu lassen. Verlieren kann man dabei nichts außer dem geringen Fahrpreis, und das Preis-Leistungsverhältnis ist, nach übereinstimmender Meinung, hervorragend. Gerade Besucher, die Pattaya noch nicht kennen, lernen die Stadt auf diese Weise entspannt und kostengünstig kennen. Neben dem Baht-Bus bleiben natürlich die klassischen Taxis, die Motorbike-Taxis sowie die Apps Grab und Bolt als Alternativen erhalten.
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