Auswandern Thailand Podcast
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#63 – Vom Strand in den Knast: Hier kennt Thailand kein Erbarmen!
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Vom Strand in den Knast: Hier kennt Thailand kein Erbarmen!

In Folge 63 des Auswandern Thailand Podcast sprechen Stefan Fabbro und Wolfgang Payer über die zwölf häufigsten Fehler, die Touristen und Auswanderer in Thailand machen. Von unterschätzter Hitze über Verkehrsregeln bis hin zu schwerwiegenden Straftaten deckt diese Episode alles ab, was Sie wissen müssen, um sicher und respektvoll in Thailand zu leben. Am Ende gibt es ein Top-3-Ranking mit den gravierendsten Fehlern, die im schlimmsten Fall existenzbedrohend werden können.

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Hitze, Sonne und die richtige Kleidung

Der erste Fehler ist die Unterschätzung der tropischen Hitze. Durch die Äquatornähe und die hohe Luftfeuchtigkeit ist die Sonneneinstrahlung in Thailand deutlich aggressiver als in Europa. Besonders zwischen 11 und 15 Uhr sollten Sie die direkte Sonne meiden. Wolfgang erzählt von einem seiner Lehrer, der auf dem Moped an einer Ampel unter dem Integralhelm einen Hitzschlag erlitt. Sonnenschutzfaktor 50 wird dringend empfohlen, ebenso wie ausreichende Flüssigkeitszufuhr von mindestens drei bis vier Litern Wasser täglich. Sonnencreme sollten Sie am besten aus Deutschland mitbringen, da sie dort günstiger ist. Auch die richtige Kleidung spielt eine Rolle: Luftige, lockere Baumwollkleidung ist für das tropische Klima am besten geeignet.

Straßenverkehr und Führerschein

In Thailand herrscht Linksverkehr, und der Straßenverkehr folgt anderen Regeln als in Europa. Zebrastreifen gelten eher als Empfehlung, und auch rote Ampeln werden von vielen Fahrern nicht immer beachtet. Selbst als Fußgänger sollten Sie stets aufmerksam sein, denn es gilt das Recht des Stärkeren. Mopeds fahren häufig entgegen der Fahrtrichtung oder auf dem Gehweg. Wer selbst ein Fahrzeug lenken möchte, benötigt einen gültigen internationalen Führerschein in Kombination mit dem nationalen Kartenführerschein. Wichtig zu wissen: Der deutsche A1-Schein für 125er-Maschinen wird in Thailand nicht anerkannt. Dafür brauchen Sie die vollwertige Klasse A. Nach 90 Tagen Aufenthalt ist zudem eine thailändische Fahrerlaubnis erforderlich. Alkohol am Steuer wird streng kontrolliert und kann direkt im Gefängnis enden. Taxis, Bolt und Grab sind günstige und sichere Alternativen.

Öffentliche Zuneigung und kulturelle Gepflogenheiten

In Thailand ist es unangebracht, in der Öffentlichkeit übermäßige Zuneigung zu zeigen. Händchenhalten wird inzwischen toleriert, aber Küssen oder Knutschen in der Öffentlichkeit ist ein absolutes Tabu. Hier geht es nicht um ein Verbot, sondern um Respekt vor der thailändischen Kultur und Tradition. Ebenso ist FKK per Gesetz verboten und kann zu Strafen führen. Beim Thema Leitungswasser raten die Experten zur Vorsicht. Zwar ist das Wasser gefiltert, aber nicht zu 100 Prozent keimfrei. Abgefülltes Wasser ist die sicherere Wahl, besonders für empfindliche Personen und im Urlaub.

Kopf und Füße, Wut und Tempel-Etikette

In der thailändischen Kultur gilt der Kopf als heilig und die Füße als unrein. Niemandem sollten Sie über den Kopf streicheln, und Sie sollten es vermeiden, mit den Füßen auf etwas oder jemanden zu zeigen. Auch das Öffnen von Türen mit dem Fuß ist tabu. Öffentliches Schreien und Wutausbrüche sind ein weiterer schwerer Fehler. In Thailand verlieren dabei beide Seiten ihr Gesicht, und Lautstärke führt nicht zum Ziel, sondern bewirkt das Gegenteil. Ein Lächeln und Gelassenheit sind deutlich wirksamer. Beim Besuch von Tempeln gelten strenge Kleidungsvorschriften: Knie und Schultern müssen bedeckt sein. Vor Ort gibt es oft Leihtücher oder Wickelröcke. Frauen dürfen Mönche nicht berühren und umgekehrt. In manchen Bereichen herrscht absolutes Fotografierverbot.

Top 3: Overstay, Drogen und Majestätsbeleidigung

Die drei gravierendsten Fehler stehen auf der Ebene von Straftaten. Overstay, also das Überschreiten der erlaubten Aufenthaltsdauer, wird mit 500 Baht pro Tag bis maximal 20.000 Baht bestraft. Bei Festnahme droht sofort eine Einreisesperre und Abschiebehaft. Stefan und Wolfgang raten dringend, niemals wissentlich in den Overstay zu gehen. Drogen sind in Thailand ein existenzbedrohendes Thema. Selbst bei kleinen Mengen kann man als Dealer eingestuft werden, und auf schwere Drogen steht theoretisch sogar die Todesstrafe, die in der Praxis zu lebenslänglicher Haft umgewandelt wird. Nehmen Sie kein Gepäck für Fremde mit und meiden Sie Kontakt zur Drogenszene. Wolfgang erzählt von einem Fall, in dem ein Unschuldiger 15 Monate in Untersuchungshaft saß, weil seine Frau ohne sein Wissen Drogen ins Haus gebracht hatte. Der absolute Spitzenreiter der Liste ist die Majestätsbeleidigung. Jede Form von Kritik, Witzen oder respektlosem Verhalten gegenüber der gesamten Königsfamilie kann mit bis zu 15 Jahren Gefängnis pro Vergehen bestraft werden. Das gilt auch für Online-Kommentare. Selbst das Treten auf einen Geldschein mit dem Bild des Königs kann als Majestätsbeleidigung gewertet werden.

Zum Abschluss: Streetfood ist ein Muss

Zum positiven Abschluss empfehlen Stefan und Wolfgang allen Thailand-Besuchern, unbedingt Streetfood zu probieren. Ob in der berühmten Chinatown in Bangkok oder an den unzähligen Straßenständen im ganzen Land: Hier erleben Sie authentische thailändische Küche. Lassen Sie sich nicht von Reiseleitern abschrecken, die in Restaurants mit Provision lotsen. Streetfood ist oft sogar hygienischer, weil Sie direkt sehen können, wie Ihr Essen zubereitet wird.

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