Auswandern Thailand Podcast
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#69 – Warum viele Auswanderer in Thailand scheitern!
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Thailand gilt vielen als Sehnsuchtsort, an dem sich der Traum vom besseren Leben endlich verwirklichen lässt. Doch die Realität sieht für nicht wenige Auswanderer ganz anders aus. In Folge 69 des Auswandern Thailand Podcast sprechen Wolfgang Payer und Stefan Fabbro offen darüber, warum Auswanderungen scheitern, welche Erwartungen besonders gefährlich sind und was erfolgreiche Auswanderer von gescheiterten unterscheidet.

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Erfolg und Scheitern sind sehr individuell

Die Frage, wann eine Auswanderung als gescheitert gilt, lässt sich nicht pauschal beantworten. Ein Auswanderer, der mit 1.000 Euro im Isaan zufrieden zwischen Reisfeldern und Wasserbüffeln lebt, hat seinen persönlichen Erfolg gefunden. Ein anderer kommt mit dem dreifachen Betrag in Pattaya oder Bangkok kaum über die Runden, weil sein Lebensstandard zu hoch geschraubt ist. Entscheidend ist nicht das Konto, sondern ob jemand sein Leben in Thailand so führen kann, wie er es sich für sich selbst vorgestellt hat.

Zu hohe Erwartungen sind die größte Gefahr

Den mit Abstand häufigsten Grund für gescheiterte Auswanderungen sehen beide in unrealistischen Erwartungen. Wer durch Fernsehserien wie Traumschiff geprägt nach Thailand kommt und glaubt, ihm fielen die gebratenen Tauben in den Mund, erlebt eine harte Landung. Thailand ist kein Paradies, sondern ein Land mit ganz eigenen Regeln, Kosten und Herausforderungen. Wenn die rosarote Brille zerbricht, folgt der Frust schnell.

Wer aus Frust auswandert, scheitert mit hoher Wahrscheinlichkeit

Besonders kritisch beurteilen die beiden Auswanderer den Beweggrund der Unzufriedenheit. Wer Deutschland oder Österreich verlässt, weil ihm dort alles auf die Nerven geht, nimmt seinen Frust mit nach Thailand. Wer aus Stress, Frust und Unzufriedenheit flüchtet, wird die gleichen Gefühle früher oder später auch in Thailand wiederfinden.

Der Sprung vom Urlauber zum Bewohner

Ein zentrales Moment ist für viele der Übergang vom Urlaubs- in den Alltagsmodus. Solange Hotelpersonal kocht, putzt und wäscht, bleibt das Leben unbeschwert. Sobald jedoch die eigene Wohnung mit Miete, Nebenkosten, Einkäufen und Hausarbeit ansteht, holt der Alltag den Auswanderer ein. Wer diesen Sprung nicht schafft und dauerhaft zwischen Walking Street, Clubs und Besuchen aus Europa hängen bleibt, verliert sein Ziel schnell aus den Augen.

Finanzielle Fehlplanung als Stolperstein Nummer zwei

Direkt nach den falschen Erwartungen folgen Geldprobleme als zweithäufigste Ursache für das Scheitern. Mit 1.200 Euro ist man weder in Deutschland noch in Thailand der König, und ein einfacher Ortswechsel saniert keine Finanzen. Besonders jüngere Auswanderer ohne Rente oder gesichertes Online-Einkommen unterschätzen die laufenden Kosten und die Schwierigkeiten des thailändischen Arbeitsmarkts für Ausländer. Wer hingegen eine solide Rente, Mieteinnahmen oder eine gefragte Online-Tätigkeit mitbringt, hat eine deutlich bessere Ausgangsposition.

Vorbereitung, Visum und realistische Selbsteinschätzung

Eine abrupte Auswanderung ohne klaren Plan halten beide für einen kapitalen Fehler. Der Aufenthaltstitel sollte vor dem Umzug geklärt sein und nicht erst vor Ort als Visa-on-Arrival-Tourist improvisiert werden. Wolfgang Payer empfiehlt eine klassische Pro-und-Kontra-Liste, in der ehrlich auch die Familie in der Heimat berücksichtigt wird. Stefan Fabbro nennt drei klare Schritte:

  1. gründlich informieren über Visa-Optionen
  2. Pro und Kontra abwägen
  3. sich in Ruhe fragen, was man sich von Thailand wirklich erwartet und tatsächlich leisten kann.

Soziales Umfeld und Integration

Ein stabiles soziales Umfeld halten beide für unterschätzt. Stefan Fabbro lebt überwiegend in einem thailändischen Freundeskreis, hat aber auch zwei deutsche Vertraute in Pattaya. Wolfgang Payer pflegt sowohl thailändische Bekanntschaften als auch deutsche Stammtische, weil gerade an schlechten Tagen der Austausch mit Landsleuten gut tut. Wer dauerhaft in Thailand leben möchte, sollte zudem Sprache und Kultur ernst nehmen. Schon einfache Thai-Kenntnisse machen das Leben leichter und schaffen echten Respekt bei den Thailändern.

Lebensqualität als Maßstab für Erfolg

Erfolg lässt sich nicht in Baht messen, sondern darin, ob das Leben durch die Auswanderung tatsächlich besser geworden ist. Stefan Fabbro kann nklar sagen, dass sich seine Lebensqualität vervielfacht hat. Wer realistische Erwartungen mitbringt, finanziell solide plant, sich gut auf die Auswanderung vorbereitet und bereit ist, sich zu integrieren, hat sehr gute Chancen, in Thailand sein persönliches Paradies zu finden. Wer hingegen aus Frust flieht und auf Wunder hofft, sollte seine Pläne lieber noch einmal überdenken.

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