Auswandern Thailand Podcast
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#64 – Thailand-Talk mit REINER CALMUND: Auswandern, Fußball-WM & Weltklasse-Küche
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Fußball-Legende Reiner Calmund zu Gast im Auswandern Thailand Podcast

In Folge 64 des Auswandern Thailand Podcast begrüßen Stefan Fabbro und Wolfgang Payer einen ganz besonderen Gast.

Reiner Calmund, die Manager-Legende des deutschen Fußballs, Hobbykoch und Mann mit großem Herzen. Calli, wie er von allen genannt wird, verbindet seit fast 30 Jahren eine tiefe Beziehung zu Thailand. Im Gespräch erzählt er von seinen ersten Erlebnissen im Land des Lächelns, seiner Liebe zur thailändischen Küche und einer ganz persönlichen Entscheidung, die sein Leben verändert hat.

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1998 mit Bayer Leverkusen in Bangkok

Calmund erinnert sich an seine erste große Thailand-Reise im Jahr 1998. Als Manager von Bayer Leverkusen folgte er einer Einladung des thailändischen Fußballverbands zu einem Freundschaftsspiel gegen die Nationalmannschaft. Auf Callis Drängen ließ sich Rudi Völler überreden, zwei Jahre nach dem Karriereende noch einmal auf den Platz zu gehen. Bei über 40 Grad und extremer Luftfeuchtigkeit gewann Leverkusen 2:0. Nach dem Spiel sorgten die Spieler im strömenden Regen für einen unvergesslichen Moment, denn ihre spontanen Diver über den nassen Rasen wurden vom Publikum als besondere Ehrerbietung aufgefasst und schafften es am nächsten Tag auf Seite eins der Zeitung.

Wettkochen mit dem Königskoch im Kempinski

Einige Jahre später organisierte Calmund im Hotel Kempinski ein Charity-Wettkochen gegen Mek Deng, den legendären Königskoch Thailands. Die Veranstaltung war komplett ausverkauft und kam einem sozialen Zweck zugute. Der Abend wurde zu einem unvergesslichen Erlebnis, als Mek Deng der sichtlich nervösen Helferin kurzerhand beim Kochen zur Seite sprang.

Thailändische Küche unter den Top 10 der Welt

Auf die Frage nach seinem thailändischen Lieblingsgericht gerät Calmund ins Schwärmen. Am liebsten isst er Tom Yam Kung, allerdings nicht zu scharf und am besten nur die Brühe. Dazu Pad Krapao vom Hühnchen oder Rind, und zum Dessert eine frische Mango. Thailand zählt für ihn mit Sicherheit zu den Top 10 Küchen der Welt. Wer als Deutscher sein eigenes Essen nach Thailand mitbringt, bekomme von Calli die Dämlichkeitsplakette verliehen. Man müsse ja nicht pur scharf essen, die thailändische Küche biete für jeden Geschmack die richtige Würzung.

Eine Adoption die alles veränderte

Die emotionalste Geschichte des Gesprächs ist Callis Adoption eines thailändischen Kindes. Bei einer Weihnachtsfeier des Human Help Network in Pattaya verliebte sich seine Frau Silvia in ein Waisenkind, das nur zu ihr lief. Der Adoptionsprozess war langwierig und bürokratisch aufwendig, sowohl in Thailand als auch in Deutschland. Bei der entscheidenden Sitzung im Ministerium wurde Calmund gefragt, was er tun würde, wenn die Adoption nicht genehmigt wird. Seine Antwort war klar, denn sie würden bei dem Kind bleiben, als Pflegeeltern, so oft wie möglich in Thailand sein. Heute lebt die Familie glücklich im Saarland, wo sie bewusst die Ruhe für ihre Tochter gesucht haben.

Waisenkinder, Fußball und ein Junge ohne Pass

Calmund engagiert sich seit Jahren für Waisenkinder in Thailand. Er übernahm die Patenschaft für einen Jungen aus einem Waisenhaus und brachte ihn an eine renommierte Schule in Si Racha. Gemeinsam mit einem deutschen Restaurantbesitzer lud er eine komplette Waisenhaus-Fußballmannschaft mit 18 Jungs nach Deutschland ein. Die Kinder besuchten das Deutsche Sportmuseum in Köln, das Phantasialand und sahen Bundesliga-Spiele. Doch fast wäre die Reise an einem Jungen gescheitert, der als Baby in einem Körbchen abgesetzt worden war und keine Geburtsurkunde besaß. Erst Callis Nachdruck bei den Behörden machte es möglich, dass auch er mitfliegen konnte.

Fußball-WM 2026: Callis Einschätzung

Zum Abschluss gibt Calmund seine Prognose zur Fußball-Weltmeisterschaft 2026 ab. Als Favoriten sieht er Frankreich und Spanien. Deutschland zählt er zu den Top 10, sieht die Mannschaft aber nicht unter den großen Favoriten. Das Torhüter-Problem mit dem verletzten Stammkeeper sei eine Herausforderung, im Angriff sehe es mit Havertz und Musiala besser aus. Österreich traut Calli durchaus zu, die Vorrunde zu überstehen, lobt die Qualifikation und sieht eine realistische Chance auf die Zwischenrunde.

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