Thailand: Bargeldeinzahlungen über 5 Millionen Baht künftig meldepflichtig
Was die Bank of Thailand plant
Die Bank of Thailand hat unter Gouverneur Vitai Ratanakorn eine neue Meldepflicht angekündigt. Ab dem vierten Quartal 2026 müssen Bankkunden die Herkunft des Geldes belegen, wenn sie mehr als 5 Millionen Baht in bar einzahlen. Die Maßnahme richtet sich gegen die Schattenwirtschaft, illegale Geldströme und Geldwäsche. Können Kunden die Herkunft nicht plausibel erklären, dürfen Banken die Transaktion einschränken oder ablehnen. Legitime Geschäfte bleiben erlaubt, sofern die nötigen Nachweise vorliegen.
Teil eines größeren Vorgehens
Die neue Regel ergänzt bestehende Vorgaben. Bereits seit April 2026 unterliegen Barabhebungen über 5 Millionen Baht einer verschärften Prüfung. Seitdem sind große Bargeldabhebungen um 35 Prozent zurückgegangen. Die Zentralbank nimmt außerdem hohe Notentausche, Stablecoins wie USDT und den Goldhandel stärker ins Visier. Sollte sich die Regelung bewähren, könnte die Schwelle später auf 3 Millionen Baht gesenkt werden. Die Bank prüft derzeit noch den rechtlichen Rahmen für die konkrete Umsetzung.
Was das für deutsche Expats bedeutet
Für die meisten Auswanderer ändert sich im Alltag wenig, da Beträge unter 5 Millionen Baht nicht betroffen sind. Wer jedoch größere Summen bar einzahlt, etwa beim Kauf einer Immobilie oder nach dem Verkauf von Vermögen in Deutschland, sollte künftig Nachweise bereithalten. Dazu zählen Kaufverträge, Kontoauszüge oder Belege über Renten und Ersparnisse. Wer die Herkunft seines Geldes sauber dokumentiert, vermeidet Verzögerungen am Bankschalter und kann größere Transaktionen weiterhin problemlos durchführen.
