Auswandern Thailand Podcast
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#52 – Immobilien in Thailand: Teure Fehler beim Mieten und Kaufen - und wie du dich schützt!
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Wer nach Thailand auswandern möchte, steht früher oder später vor der Frage: Mieten oder Kaufen? In der aktuellen Folge des Auswandern Thailand Podcast sprechen Stefan Fabbro und Wolfgang Payer mit dem Immobilienexperten Rainer Heinzmann von Global Property. Mit über 20 Jahren Erfahrung in Pattaya erklärt er, worauf Auswanderer bei der Immobiliensuche achten sollten und wie der Kauf- und Mietprozess in Thailand tatsächlich abläuft.

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So funktioniert die Immobiliensuche in Thailand

Die Suche nach einer Immobilie beginnt heute fast immer im Internet. Interessenten können sich vorab einen Überblick verschaffen, was in ihrer Preisklasse verfügbar ist. Nach dem ersten Kontakt mit einem Makler folgen Besichtigungstermine vor Ort. Anders als in Deutschland können Mietverträge in Thailand sehr schnell abgeschlossen werden. Wer die passende Wohnung gefunden hat, kann oft schon am nächsten Tag einziehen.

Mieten in Thailand: Kaution und Nebenkosten

Die Mietverträge in Thailand sind weitgehend standardisiert. Üblich sind zwei Monatsmieten als Kaution sowie die Zahlung der ersten Miete vor Einzug. Nebenkosten wie Strom, Wasser, Internet und Kabelfernsehen werden separat abgerechnet. Die Kommunikation bei Problemen läuft in der Regel direkt zwischen Mieter und Vermieter. Entgegen vieler Berichte in Internetforen bestätigt der Experte, dass die Kaution bei vertragsgemäßem Verhalten problemlos zurückgezahlt wird.

Eigentumswohnungen kaufen: Die Foreign Quota

Ausländer können in Thailand Eigentumswohnungen auf ihren eigenen Namen erwerben. Voraussetzung ist, dass die sogenannte Foreign Quota (maximaler Ausländeranteil von 49 Prozent) nicht überschritten wird. In jedem Kondominium müssen mindestens 51 Prozent der Einheiten in thailändischer Hand bleiben. Nur die verbleibenden 49 Prozent stehen für ausländische Käufer zur Verfügung. Ein seriöser Makler prüft vor der Vermittlung, ob eine Einheit in dieser Quote verfügbar ist.

So läuft der Kaufprozess ab

Der Kaufprozess in Thailand ist sicherer als viele annehmen. Die Bezahlung des Kaufpreises erfolgt über einen Cashier’s Check, der auf den Namen des Verkäufers ausgestellt wird. Dieser Check ist durch die Bank vorab bezahlt und somit garantiert. Die Umschreibung der Eigentumsurkunde, dem sogenannten Chanote, erfolgt beim Landamt (Krom Thi Din). Das Amt führt die Umschreibung nur durch, wenn keine Belastungen auf der Immobilie liegen. Bei Kondominiums wird zusätzlich eine Schuldenfreiheitsbescheinigung der Hausverwaltung verlangt.

Grundstücke und Häuser: Andere Regeln für Ausländer

Für Grundstücke und Häuser gelten andere Regelungen. Diese können nur von thailändischen natürlichen oder juristischen Personen erworben werden. Die rechtlichen Gestaltungsmöglichkeiten für Ausländer, die dennoch ein Haus besitzen möchten, sind vielfältig und hängen von der individuellen Situation ab. Hier empfiehlt sich eine persönliche Beratung. Die gute Nachricht: Auch bei Häusern gilt, dass keine belasteten Objekte umgeschrieben werden können.

Wer bezahlt den Makler?

Anders als in einigen europäischen Ländern zahlt in Thailand ausschließlich der Auftraggeber die Maklerprovision. Bei Vermietungen ist das der Vermieter, bei Verkäufen der Verkäufer. Für Mieter und Käufer entstehen durch den Makler keine zusätzlichen Kosten. Die Umschreibungsgebühren beim Landamt werden in der Regel zwischen Käufer und Verkäufer zu je 50 Prozent aufgeteilt.

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