Auswandern Thailand Podcast
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#52 – Achtung: Farang-Aufschlag! Wie Du ihn vermeidest und Preise wie ein Einheimischer bekommst
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Wer nach Thailand reist oder auswandert, kennt das Thema: Feilschen. Doch ist das Handeln um Preise in Thailand heute noch üblich? In Folge 52 des Auswandern Thailand Podcast sprechen Stefan Fabbro und Wolfgang Payer über ihre Erfahrungen mit dem Feilschen in Thailand.

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Feilschen früher und heute

Vor 20 Jahren war Feilschen in Thailand unverzichtbar. Preisschilder existierten kaum, Taxis hatten keine Taxameter und wer als Ausländer auf Englisch nach dem Preis fragte, bekam oft den doppelten oder dreifachen Betrag genannt. Der sogenannte Farang-Aufschlag war allgegenwärtig. Heute hat sich das Bild aber grundlegend gewandelt. Fast überall stehen ordentliche Preisschilder, Apps wie Grab und Bolt regeln den Taximarkt transparent und faire Preise sind zur Norm geworden.

Wo Feilschen noch funktioniert

Trotz der Veränderungen gibt es noch Bereiche, in denen Handeln nicht nur möglich, sondern sogar erwartet wird. Tuk-Tuks in Bangkok sind ein klassisches Beispiel. Hier werden nach wie vor, wenn man nicht auspaßt, überzogene Preise aufgerufen. Auch in Kaufhäusern wie dem MBK in Bangkok oder der Mike Shopping Mall in Pattaya, wo viele Fake-Artikel verkauft werden, gehört Feilschen zum Geschäft. Auch in Hotels lässt sich oft noch verhandeln, besonders wenn Sie den Preis auf Hotelplattformen kennen und vor Ort direkt buchen möchten.

Wo Sie nicht feilschen sollten

Auf Essensmärkten ist Feilschen hingegen unüblich und wird als unhöflich empfunden. Die Preise für Nudelsuppen und Streetfood sind in der Regel fair und einheitlich. Auch auf thailändischen Ämtern ist jegliches Verhandeln über Gebühren absolut tabu. Beim Auto- oder Motorradkauf lässt sich am Preis selbst wenig bewegen. Hier verhandeln Thais eher über Zusatzleistungen wie Helme, Zubehör oder die Anmeldegebühr.

Doppelpreise bei Nationalparks

Ein besonderes Thema ist die offizielle Doppelpreispolitik. Bei Nationalparks zahlen Ausländer oft das Doppelte oder gar das Zehnfache des Thai-Preises. Mit einer Work Permit oder einem thailändischen Führerschein besteht manchmal die Chance auf den günstigeren Tarif, doch die Erfolgsaussichten werden zunehmend schlechter. Bei großen, touristisch stark frequentierten Parks ist der Ausländerpreis meist alternativlos.

Feilschen mit Fingerspitzengefühl

Das Fazit der beiden Thailand-Experten lautet: Jein. Feilschen ist in Thailand nicht mehr alltagstauglich und verschwindet zunehmend aus dem normalen Geschäftsleben. Wer trotzdem handeln möchte, sollte dies mit Fingerspitzengefühl tun. Mengenrabatte bei mehreren Artikeln funktionieren nach wie vor gut. Wichtig ist auch, den Verkäufern nicht den letzten Baht streitig zu machen. Ein fairer Umgang auf Augenhöhe bringt langfristig mehr als aggressives Feilschen.

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