Thailand verhängt landesweites Drohnenverbot

31.07.2025 11:43

Die thailändische Zivilluftfahrtbehörde „CAAT“ hat ein sofortiges und landesweites Verbot aller Drohnenflüge bis mindestens zum 15. August verhängt. Grund sind die aktuellen Spannungen an der Grenze zu Kambodscha.

Aktualisiert am 29. September 2026

Das hier beschriebene landesweite Drohnenverbot gilt nicht mehr. Seit dem 26. Juni 2026 regelt die Bekanntmachung Nr. 16 der thailändischen Zivilluftfahrtbehörde CAAT den Drohnenbetrieb. Im größten Teil des Landes darf wieder geflogen werden, Pattaya eingeschlossen.

Gesperrt bleiben 28 namentlich genannte Bezirke in sieben Grenzprovinzen zu Kambodscha, nämlich in Sa Kaeo, Surin, Buriram, Sisaket, Ubon Ratchathani, Trat und Chanthaburi. Betroffen sind einzelne Bezirke, nicht die Provinzen als Ganzes. Dort genehmigt die CAAT Flüge nur in Ausnahmefällen, etwa für Landwirtschaft, Katastrophenschutz oder Behördeneinsätze. Urlaubsaufnahmen gehören nicht dazu.

Die allgemeinen Pflichten bleiben bestehen. Wer in Thailand eine Drohne fliegt, braucht die Registrierung bei NBTC und CAAT, eine Haftpflichtversicherung und muss jeden Flug vorab über das UAS Portal der CAAT anmelden. Die vollständige Liste der gesperrten Bezirke veröffentlicht das TAT Newsroom. Eine deutschsprachige Zusammenfassung finden Sie bei Drone Clear Thailand.

Der folgende Artikel dokumentiert die Lage vom Juli 2025.

Strikte Sicherheitsmaßnahmen landesweit

Das Verbot gilt für alle zivilen Drohnen im gesamten Königreich Thailand, unabhängig von Gewicht oder Verwendungszweck. Ausgenommen sind nur Drohnen staatlicher Sicherheitsbehörden.

Die CAAT begründet die Maßnahme mit nationalen Sicherheitsinteressen aufgrund der erhöhten Spannungen an der thailändisch-kambodschanischen Grenze.

Zunächst waren am 29. Juli nur 14 Grenzgebiete zu Kambodscha gesperrt worden, doch nach Berichten über verdächtige Drohnenaktivitäten in weiteren Regionen weitete die Behörde das Verbot auf das gesamte Land aus. Die Entscheidung erfolgte nach militärischen Auseinandersetzungen, bei denen erstmals F-16-Kampfjets der thailändischen Luftwaffe zum Einsatz kamen.

Empfindliche Strafen für Hobby-Piloten

Verstöße gegen das Drohnenverbot werden mit drastischen Strafen geahndet. Drohnen-Enthusiasten müssen mit Geldstrafen von bis zu 40.000 Baht oder Gefängnisstrafen von bis zu einem Jahr rechnen.

Militär und Sicherheitskräfte sind befugt, nicht autorisierte Drohnen abzuschießen oder zu zerstören. Dies betrifft auch deutsche Expats, die ihre Drohnen für Hobby-Aufnahmen an Thailands Stränden und Sehenswürdigkeiten nutzen. Die Behörden zeigen dabei keine Nachsicht.

Selbst registrierte Drohnen dürfen während des Verbotszeitraums nicht geflogen werden. Touristen und Auswanderer sollten ihre Drohnen daher bis mindestens 15. August sicher verwahren, da bereits der Versuch eines Starts als Verstoß gilt.

Das Verbot erstreckt sich über das gesamte Königreich, von beliebten Urlaubszielen wie Phuket und Koh Samui bis hin zu weniger touristischen Gebieten im Norden und Nordosten des Landes. Wer verdächtige Drohnenaktivitäten beobachtet, kann diese bei der CAAT unter 02-568-8851 oder beim Anti-Drohnen-Zentrum der Polizei unter 02-126-7846 melden. Das Verbot bleibt bis mindestens 15. August bestehen oder bis die Behörden eine neue Anordnung erlassen.